SFA II: Neutronensternverschmelzungen

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Konzentrisches Wellenmuster mit zwei kleinen Punkten im Zentrum

Credit: Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (AEI)
Modellierung von Verschmelzungen magnetisierter Neutronensterne auf Untergitter-Skalen und mögliche Auswirkungen auf die Multimessenger-Astronomie

Neutronensterne packen mehr Masse als die Sonne in eine Kugel von nur etwa 25 Kilometern Durchmesser. Wenn zwei von ihnen kollidieren, erschüttern sie das Gefüge der Raumzeit – sie erzeugen Gravitationswellen – und leuchten im gesamten elektromagnetischen Spektrum auf, einschließlich gewaltiger Gammablitze. Solche Verschmelzungen zu simulieren erfordert die Lösung von Einsteins Gleichungen auf Supercomputern; doch selbst die größten Simulationen können die winzigen turbulenten Wirbel nicht auflösen, die Magnetfelder auf extreme Stärken verstärken – genau jene Felder, die vermutlich die Gammastrahl-Jets antreiben. Dieses Projekt trainiert Deep-Learning-Modelle, darunter physikinformierte neuronale Netze, auf hochaufgelösten Simulationen gezielt ausgewählter Teilregionen, um diese unauflösbare kleinskalige Physik in vollständigen Verschmelzungssimulationen abzubilden, und prüft die Vorhersagen an echten Beobachtungen. Es ist multiskalig – von winzigen turbulenten Wirbeln bis zu Jets astronomischer Ausdehnung – und interdisziplinär über Allgemeine Relativitätstheorie, Plasmaphysik, Machine-Learning-Theorie und beobachtende Multimessenger-Astronomie hinweg.

Mitglieder: Tim Dietrich (UP) [PI, Kontaktperson], Kenta Kiuchi (AEI) [PI], Samaya Nissanke (DESY) [PI], Oliver Gressel (AIP), Narenraju Nagarajan (UP), Anna Neuweiler (UP), Christoph Pfrommer (AIP), Karoline Wiesner (UP)